Autor: Nina Bäßler

  • Mit einem Oldtimer in ein neues Kapitel von FH Köln Motorsport

    Mit einem Oldtimer in ein neues Kapitel von FH Köln Motorsport

    Auch wenn es in letzter Zeit etwas ruhig um unser Team von FH Köln Motorsport e.V. geworden ist, waren wir keineswegs tatenlos.

    Der BMW E9 aus dem Jahre 1971 mit dem Spitznamen „Hilde“ verlangt derzeit nämlich unsere volle Aufmerksamkeit. Noch nie hatten wir bis dato an einem Oldtimer gearbeitet. Mit diesem für uns ungewöhnlichen Projekt beginnt ein neues Kapitel für FH Köln Motorsport.

    Für uns von FH Köln Motorsport ist ein Oldtimer nicht nur ein altes Auto – es ist ein Kulturgut. Etwas, das Basis für unsere heutige Automobil- und Motorsportwelt war. Nicht nur die Überschaubarkeit der Elektronik dieser Fahrzeuge, sondern auch das noch sehr feine und akzentuierte Design der früheren Baureihen begeistert uns. Wir entschieden uns dafür, in die Motorsportwelt der 70er Jahre einzutauchen und uns mit einem Fahrzeug aus dem Hause BMW auseinanderzusetzen. Die Wahl fiel auf einen BMW E9, dem Nachfolgermodell des legendären BMW 2000 Coupé und Vorgänger des ebenso berühmten Ur-6er. Übrigens: der BMW E9 war das erste Modell, das das legendäre M-Streifen Design getragen hat!

    Gebaut von 1968 bis 1975 gab es den BMW E9 mit verschiedenen Motorisierungen, die von 2,5 Litern bis sogar 3,2 Litern Hubraum mit über 200 PS reichten. Die Suche nach einem geeigneten Fahrzeug begann und die Wahl fiel schlussendlich auf einen 2,8 Liter und 170PS starken E9 aus dem Jahre 1971.

    Als der BMW E9 vor einigen Monaten in unserer Werkstatt angekommen ist, konnten wir uns plötzlich überhaupt nicht mehr vorstellen aus diesem Fahrzeug ein Rennauto zu bauen. Der BMW schien in tadellosem Zustand und das feine und elegante Design des Fahrzeugs hat uns direkt begeistert. Doch der Plan blieb bestehen: Aus „Hilde“ soll ein echtes Rennauto werden, mit allem was dazu gehört. Als Vorbild fungieren hierbei Rennfahrzeuge wie sie damals von zahlreichen Teams, wie beispielsweise Schnitzer eingesetzt wurden. In der sogenannten Gruppe 2 finden sich einige Fahrzeuge, die ebenfalls mit der 2,8 Liter Motorisierung unseres E9 in verschiedenen Rennserien eingesetzt wurden. Als großer Bruder erlangte in dieser Zeit jedoch eher der 3,0 Liter CSL, das sogenannte „Batmobil“ an Berühmtheit.

    Schon bald begannen die Arbeiten am BMW, der nun nach und nach zerlegt wird, um den echten Zustand des Fahrzeugs festzustellen. Das Fahrzeug wurde hierbei bis auf die Rohkarosse zurück gebaut, die dann im Anschluss zum Wasserstrahlen kam. War der Lack erst einmal weg, zeigten sich auch die Schwachstellen der Karosserie. Bei einem über 40 Jahre alten Fahrzeug ist es jedoch wenig verwunderlich, dass die Karosserie an der einen oder anderen Stelle ausgebessert werden muss. Zu den ersten Schritten gehört es daher nun, die Karosserie wieder auf Vordermann zu bringen. Zusätzliche Stabilität und Steifigkeit erhält diese dann durch einen eigens konstruierten Überrollkäfig.

    Doch nicht nur an der Karosserie wird gearbeitet: Der Motorblock soll auf mehr Hubraum umgebaut werden, wodurch die Kanäle im Zylinderkopf, sowie die Ventile überarbeitet werden müssen. Eine eigens gebaute Nockenwelle und der Umbau auf eine Trockensumpfschmierung sollen den Motorumbau komplett machen. Natürlich wird auch das Fahrwerk des BMW überarbeitet. Für einen echten Rennsportlook erhält unsere alte Dame zu dem eigens konstruierte GFK Kotflügelverbreiterungen.

    Es liegt also noch sehr viel Arbeit vor uns, bevor unser Oldtimer das erste Mal auf der Rennstecke zu sehen sein wird. Wir werden Sie jedoch über den Fortschritt unseres Projektes auf dem Laufenden halten.

    Auch für dieses Projekt sind wir jedoch immer auf der Suche nach Partnern, die uns in unseren Vorhaben unterstützen. Haben wir vielleicht sogar Ihr Interesse geweckt? Bei Rückfragen stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

  • Turbulenter Start in die neue VLN-Saison für FH Köln Motorsport e.V.

    Turbulenter Start in die neue VLN-Saison für FH Köln Motorsport e.V.

    Die Vorfreude auf die beginnende VLN-Saison war für unser Team  ungebremst. Sehr spontan ergab sich eine tolle Chance, das Team mathilda racing für die aktuelle VLN-Saison im Einsatz des Seat Leon TCR zu unterstützen. Doch das Wochenende sollte turbulenter werden als zunächst gedacht.

    Als am vergangenen Mittwoch die finale Entscheidung über eine Zusammenarbeit mit mathilda racing fiel, war die Freude über den Einsatz des Seat Leon TCR ungebremst. Nur wenige Tage zuvor schien für uns die VLN-Saison 2017 abgeschrieben. Doch wie so oft am Nürburgring kommt es erstens immer anders und zweitens als man denkt…

    Bei strahlendem Sonnenschein ging es für uns nur zwei Tage später zum ersten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft. Bis spät in den Abend arbeitete unser Team am Freitag an der Abstimmung und Vermessung des Fahrzeugs, um den Seat Leon TCR bestmöglich für das anstehende Qualifying vorzubereiten. Eine tolle Bestzeit von 8:53 min sollte uns Recht geben. Wie das Training am Vormittag, begann auch das Rennen vielversprechend. Mit konstanten Rundenzeiten überzeugten Fahrer als auch Fahrzeug und sorgten zwischenzeitlich für einen packenden Zweikampf mit dem in der Klasse führenden VW GTI TCR. Als dieser durch einen Zwischenfall beim ersten Boxenstop einige wichtige Sekunden verlor, witterten wir die Chance einer möglichen Führung in der Klasse der TCR. Doch leider machten uns Getriebeprobleme einen Strich durch die Rechnung. Zwar war der Fehler schnell identifiziert und behoben, dennoch verlor unser Seat Leon TCR fast eine Runde auf den führenden GTI.

    Nach dem zweiten Boxenstop dann der zweite Rückschlag. Ein Reifenschaden in der Outlap erforderte einen erneuten Besuch in der Box und warf unser Fahrzeug weiter zurück. Wir beendeten das Rennen schließlich auf Platz 59 und Platz 5 in der Klasse der TCR.

    Zwar war die Stimmung über das durchwachsene erste Saisonrennen getrübt, dennoch konnten wir an diesem Wochenende viel über das Fahrzeug lernen und freuen und schon sehr auf die weiteren 8 VLN-Rennen, in denen wir das Potential des Seat Leon TCR unter Beweis stellen können.

    Ein großes Dankeschön geht daher auf jeden Fall an das mathilda racing Team, das uns den Einsatz des Seat Leon TCR ermöglicht hat. An dieser Stelle natürlich auch einen herzlichen Glückwunsch an das Team zum Klassensieg in der TCR und zum schnellsten Fronttriebler des Feldes!

     

  • Neue Herausforderung beim Saisonfinale der VLN-Langstreckenmeisterschaft

    Neue Herausforderung beim Saisonfinale der VLN-Langstreckenmeisterschaft

    Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ging für FH Köln Motorsport e.V. die diesjährige VLN-Saison zu Ende. Gemeinsam mit dem Wochenspiegel Team Manthey (WTM-Racing) erbrachte unser Team am vergangenen Wochenende eine konstante Leistung und trotzte jeglichen Wetterkapriolen und Regeländerungen. Dennoch war die Stimmung ein wenig bedrückt.

    Zum letzten Mal startete unser Team mit dem Porsche Cayman GT4 Clubsport MR in der VLN. Mit der für uns neuen Mindeststandzeit barg das Rennen vor allem weitere taktische Aspekte, die es zu beachten gab. Dazu zeigte sich das Wetter eifeltypisch mit wechselnden Bedingungen. Das Ziel war also klar gesteckt: schadenfrei durchfahren und das letzte Rennen noch einmal in vollen Zügen genießen. Konstant schnelle Rundenzeiten der drei Fahrer Georg Weiss, René Offermann und Ralf Goral positionierten das Fahrzeug im Mittelfeld des Starterfeldes und waren auf Augenhöhe mit den Rundenzeiten der direkten Konkurrenzfahrzeugen der SP10.

    Mit der diesjährigen Rennsaison geht für uns eine aufregende und emotionale Saison zu Ende. Nach drei langen Jahren kehrte unser Team von FH Köln Motorsport wieder zurück in die VLN. Mit WTM-Racing den Porsche Cayman GT4 einzusetzen, barg für unser Team neue Herausforderungen, die es in den letzten 10 Rennen zu meistern gab. Wir haben in dieser Zeit viel gelernt und haben uns erneut im Starterfeld der VLN etabliert. Die Saison war geprägt von einer konstant tollen Team- und Fahrerleistung sowie einem stets zuverlässigen Fahrzeug. Ganz klarer Höhepunkt der Saison war für uns der Klassensieg in der SP10 beim 6. Lauf. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team von FH Köln Motorsport e.V. und WTM-Racing. Wir sind sehr stolz auf das, was wir in diesem Jahr zusammen erreichen konnten. Wir verabschieden uns somit erst einmal in die Winterpause. Tatenlos sind wir in dieser Zeit natürlich nicht. Es warten weitere spannende Projekte auf uns und wir hoffen, auch nächstes Jahr wieder in der VLN dabei zu sein.

  • Frühes Aus für FH Köln Motorsport und das Wochenspiegel Team Manthey

    Frühes Aus für FH Köln Motorsport und das Wochenspiegel Team Manthey

    Der neunte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring versprach spannend zu werden. Neue Konkurrenzfahrzeuge in der Klasse SP10 und ständig wechselnde Witterungebedingungen in der Eifel stellten große Herausforderungen an das Team FH Köln Motorsport, das gemeinsam mit dem Wochenspiegel Team Manthey (WTM-Racing) einen Porsche Cayman GT4 CS MR einsetzt. Leider beendete eine Feindberührung das Rennen des Cayman frühzeitig.

    „Das Auto hat sich perfekt angefühlt, ich habe mich direkt sehr wohl gefühlt. Eingangs der Nordschleife schoss der Audi dann innen rein und hat mich in die Wand gedrückt.“ Das war die ernüchternde Zusammenfassung des Startfahrers René Offermann über die Geschehnisse in der ersten Rennrunde. Damit war das Rennen schon beendet, bevor es richtig angefangen hatte.

    Auf das Team von FH Köln Motorsport kommen nun zwei harte Wochen zu, um das Fahrzeug bis zum Saisonfinale am 22. Oktober renntauglich zu machen. Das Ausmaß des Schadens ließ sich nicht genau abschätzen, das Wichtigste war jedoch, dass niemand zu Schaden gekommen war. Auch Jochen Krumbach, der den GT4-Cayman pilotieren sollte, zeigte sich enttäuscht. „Mit dem Team zu arbeiten macht wirklich immer großen Spaß. Schade, dass wir sofort zu Beginn des Rennens ausgeschieden sind. Vor allem tut es mir Leid für René, der bei seinem ersten Startstint weitere Praxiserfahrung sammeln sollte und dann unverschuldet in die Mauer gedrückt wurde. Ich kannte Renés Vater noch aus früheren Zeiten und hatte mich gefreut, auch mit René zusammen ein Rennen zu fahren.“

    Es ist ein Wochenende zum vergessen. Wichtig ist also auf das Saisonfinale hinzuarbeiten, auf das wir uns sehr freuen – dann hoffentlich wieder mit erfreulicheren Rennergebnissen.

     

  • Packender Kampf um den Klassensieg beim 8. VLN-Lauf

    Packender Kampf um den Klassensieg beim 8. VLN-Lauf

    Der Kampf um den Klassensieg in der SP10 dominierte den 8. Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring. Gemeinsam mit dem Aston Martin Vantage V8 von AVIA Racing lieferten sich FH Köln Motorsport mit dem Wochenspiegel Team Manthey (WTM-Racing) einen packenden Kampf um den Klassensieg.

    Dabei schien anfangs alles anders zu kommen. Starkes Übersteuern des Porsche Cayman GT 4 Clubsport MR machte den Fahrern bereits im Training am Freitagnachmittag das Leben schwer. Wie sich später herausstellte, war ein defektes Ventil des Druckbehälters eines Dämpfers das Problem. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten konnte sich das Team im Qualifying am Samstagmorgen mit einer starken Rundenzeit von 8:46 Minuten im Mittelfeld der ersten Startgruppe platzieren. Zu Beginn des Rennens musste das Team dann erstmalig dem Aston Martin Vantage V8 den Vortritt lassen. Es folgte jedoch eine unermüdliche Aufholjagd im zweiten Stint. Der Cayman GT4 Clubsport MR fuhr konstant schnelle Rundenzeiten und konnte die Führung in der Klasse zurück erobern. Leider war dies nicht von Dauer. Die Performance des Aston Martin Vantage V8 war über die Distanz hinweg die bessere. An dieser Stelle: herzlichen Glückwunsch an AVIA Racing zum Klassensieg und vielen Dank für diesen spannenden Kampf!

    Schlussendlich gibt es aber für FH Köln Motorsport und WTM-Racing keinen Grund sich zu grämen. Mit konstanten Rundenzeiten und einem zuverlässigen Porsche Cayman GT 4 Clubsport MR erreichte das Team den zweiten Platz in der Klasse und Gesamtrang 26. Nico Menzel, der gemeinsam mit Startfahrer Georg Weiss und René Offermann das Fahrzeug pilotierte, zog ein positives Fazit: „Insgesamt bin ich mit dem Wochenende zufrieden. Im Qualifying konnten wir durch die Dämpferprobleme bei weitem nicht das Maximum herausholen, qualifizierten uns aber trotzdem ordentlich, was uns die Grundlage für ein solides Rennen gab. Das Auto ließ sich toll fahren, die Zeiten stimmten. Das Wichtigste nach einem solch chaotischen Rennen mit zahlreichen Gelb- und Code-60-Phasen war, dass der Porsche Cayman keinen einzigen Kratzer abbekommen hat. Danke an das gesamte Team – es hat wie immer großen Spaß gemacht!” Ein erfreulicher Kommentar! In zwei Wochen wird die Mannschaft dann beim 9. Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft erneut angreifen und das Ziel nach dem zweiten Klassensieg der Saison nicht aus den Augen lassen!

  • Klassensieg zum Start in die zweite Saisonhälfte

    Klassensieg zum Start in die zweite Saisonhälfte

    Zum ersten Mal in der Klasse SP10 gestartet, beendete das Team von FH Köln Motorsport e.V., das zusammen mit dem Wochenspiegel Team Manthey (WTM-Racing) einen Porsche Cayman GT4 Clubsport MR einsetzt, das Rennen gleich mit einem Klassensieg.

    Der sechste Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring war ein arbeitsreiches und nervenaufreibendes Wochenende für unser Team. Elektronikprobleme und die immer wieder abbrechende Funkverbindung zum Fahrzeug beschäftigten zunächst Fahrer und Team. Nachdem die Probleme mit der Funkverbindung bereits im Freitagstraining aufgetreten waren, arbeiteten die Mechaniker bis in den späten Abend an der Lösung. Im Rennen waren es dann die Schaltwippen, die sich frühzeitig in den Feierabend verabschiedeten und dem Fahrertrio Georg Weiss, René Offermann und Nico Menzel das Leben schwer machten.

    Unser selbst gestecktes Ziel haben wir jedoch erreicht: Durchfahren und weitere Erfahrungen mit dem Fahrzeug sammeln. Da der Cayman GT4 Clubsport MR mittlerweile für die GT4-Klasse homologiert wurde, erfolgte diesmal der Start in der Klasse SP10. Dies beinhaltet auch neue Herausforderungen, denn die SP10-Autos werden durch eine Balance of Performance (BoP) eingestuft. Das herausragende Ergebnis: Klassensieg in der SP10 und sichtlich glückliche Gesichter unserer Fahrer, die nach kurzer Abstimmungsarbeit sehr gut mit dem Fahrzeug zurechtgekommen sind. „Das Auto war sehr gut und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Am liebsten wäre ich noch einige Runden mehr im Auto geblieben. Das jetzige Set-up ist eine gute Basis und ich bin sicher, die Rundenzeiten werden noch deutlich besser werden“, so René Offermann nach seinem Stint. Auch Nico Menzel war zuversichtlich: „Trotz einiger kleiner technischen Problemchen kamen wir gut durch das Rennen und haben uns auch im Speed deutlich steigern können. Allgemein fällt das Fazit sehr positiv aus, worauf wir nun Aufbauen können. Jetzt geht es an den Feinschliff – die Basis steht! Danke ans Team, hat wie immer großen Spaß gemacht – ich freue mich auf das 6h-Rennen!“

    Auch wir freuen uns auf das bevorstehende 6-Stunden Rennen in zwei Wochen, bei dem wir unseren Erfolg des aktuellen Laufs wiederholen möchten. Bis dahin liegt jedoch noch viel Arbeit vor uns. Eines ist klar: der Pokal für unseren ersten Klassensieg mit dem Cayman GT4 Clubsport MR bekommt einen Ehrenplatz!

  • „Es ist noch Luft nach oben …“

    „Es ist noch Luft nach oben …“

    Das vergangene Rennwochenende der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring stand für FH Köln Motorsport e.V. voll und ganz im Zeichen der Fahrwerksabstimmung. Doch dieses Mal hatten wir einen Neuen in unserer Runde, der uns dabei unterstützte.

    Das freie Training am Freitagnachmittag begann für unser Team zunächst sehr ruhig. Doch bereits auf den ersten Runden äußerte Georg Weiss Bedenken hinsichtlich Fahrwerkskomponenten, die das Fahrzeug sehr unruhig machen würden. Es war noch Luft nach oben, die es nun zu nutzen galt. In enger Zusammenarbeit mit den Fahrern ging es also darum, das Fahrzeug bestmöglich für das bevorstehende Rennen abzustimmen. Zum ersten Mal ergänzte an diesem Wochenende Nico Menzel neben Georg Weiss und René Offermann das Fahrertrio und unterstützte uns tatkräftig mit präzisen Rückmeldungen hinsichtlich des Fahrverhaltens unseres Porsches.

    Georg Weiss, der den ersten Stint fuhr, startete von Platz 42 und übergab bereits nach 7 Runden an René Offermann. Erneut war es die Tankuhr, die für Verwirrung hinsichtlich der Restreichweite sorgte. Um kein unnötiges Risiko einzugehen, beendete Georg Weiss daher frühzeitig seinen Stint. Nico Menzel, der sein erstes Rennen im Porsche Cayman GT4 Clubsport aus dem Hause Wochenspiegel fuhr, überzeugte im Schlussstint mit konstant schnellen Rundenzeiten und brachte das Fahrzeug auf Gesamtplatz 31 über die Ziellinie. Der Porsche Cayman GT 4 Clubsport, der von FH Köln Motorsport in Zusammenarbeit mit dem Wochenspiegel Team Manthey eingesetzt wird, überzeugte mit hoher Zuverlässigkeit. Nach dem Rennen zeigte sich Nico Menzel zufrieden: „Auto und Fahrer sind über das Wochenende immer besser geworden. Genauso machen wir beim nächsten Rennen weiter, dann werden wir noch konkurrenzfähiger sein. Wir lernen von Runde zu Runde mehr über das Fahrzeug und haben in den letzten zwei Tagen viel ausprobiert. Echt schön, endlich mit dem Team gearbeitet zu haben – hat Spaß gemacht!“

    Auch wir möchten uns an dieser Stelle bei unserem Team bedanken, das über das gesamte Wochenende einen großartigen Job gemacht hat, um den Porsche Cayman GT 4 Clubsport fit für das Rennen zu machen. Hinsichtlich der Abstimmung des Fahrwerks kommt für uns in den nächsten Wochen jedoch noch einiges an Arbeit auf uns zu, um das Fahrzeug bis zum 6. VLN-Lauf am 20. August schnell zu bekommen.

  • „Da schwimmste nur noch…“

    „Da schwimmste nur noch…“

    Der vierte Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft am vergangenen Wochenende war für FH Köln Motorsport und dem Wochenspiegel Team Manthey (WTM-Racing) eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Die Reifenwahl hingegen war eine recht eindeutige…

    Während sich große Teile Deutschlands über die ersten heißen und sonnigen Tage des Jahres freuten, lief uns der Regen statt der Schweiß in die Schuhe. Der Eifelsommer zeigte sich von seiner regnerischsten Seite und gab dem vierten Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft eine besondere Würze.

    Unsere persönlichen Sonnenmomente hatten wir dann aber am Ende des Qualifyings am Samstagvormittag. Platz 21 und eine ganze Armada an Top-Fahrzeugen hinter uns- wow!! Das Potential des Porsche Cayman GT4 Clubsport, vor allem auf nasser Strecke, war nicht zu übersehen. Erwartungsgemäß ließ sich diese Position jedoch nicht lange halten. Bereits in den ersten Runden zogen die deutlich stärker motorisierten Fahrzeuge an uns vorbei. Die regennasse Strecke und die erschwerte Sicht durch aufsteigende Gischt und immer noch vorherrschenden Nebel boten schwierigsten Bedingungen für unsere Fahrer. „Da schwimmste nur noch“ beschrieb Georg Weiss die Streckenverhältnisse auf seinem Startstint. Zahlreiche Gelb- und Code 60-Phasen zeugten von ebenso vielen Kontakten mit der Leitplanke. Georg Weiss als auch René Offermann steuerten den Cayman GT 4 jedoch ohne Vorkommnisse mit konstanten Rundenzeiten über die Nürburgring Nordschleife. Als Oliver Kainz dann zum dritten Stint das Lenkrad übernahm, brannte dieser ein wahres Feuerwerk ab. Die Rundenzeiten ließen sich mit den Top-Zeiten dieses Wochenendes messen, der Porsche Cayman GT 4 Clubsport holte mehr und mehr auf und bewies, dass in ihm ein ganz Großer steckt. Schnell gewöhnte sich Oliver Kainz an die an diesem Wochenende durchgeführten Set-Up Änderungen. Neben einem Stabi aus dem Cup-Fahrzeug und einer individuell verstellbaren Bremsbalance, wurden auch die Dämpfereinstellungen den neuen Komponenten angepasst. Dazu zierte ein neuer und längerer Flügel das Heck des Porsches. „Die gute Platzierung im Qualifying lässt einen Einblick auf die starke Performance des Autos zu, nicht zuletzt auch durch die zuletzt durchgeführten Updates am Fahrzeug und die gute Vorbereitung des Fahrzeugs. Im Rennen konnten wir trotz des ergiebigen Regens und Nebel viel Erfahrung sammeln. Durch konstant starke Rundenzeiten hat Olli dann in seinem letzten Stint gezeigt, wo der Hammer hängt“, so technischer Leiter Dennis Ortner nach dem Rennen.

    Nach einem turbulenten Rennen und einer fulminanten Aufholjagd beendeten wir schließlich das Rennen auf Gesamtplatz 39 und einem zweiten Platz in der Klasse SPX.

    In drei Wochen möchten wir beim fünften Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft erneut angreifen und das Potential unseres Porsche Cayman GT 4 Clubsport gemeinsam mit WTM-Racing unter Beweis stellen. Bis dahin geht es für uns jedoch erst einmal in die Klausurphase. Daumen drücken ist also in doppelter Weise gefordert!

  • 10 Jahre FH Köln Motorsport: ´Klassentreffen´ beim 24h-Rennen

    10 Jahre FH Köln Motorsport: ´Klassentreffen´ beim 24h-Rennen

    Im Rahmen des diesjährigen 24h-Rennens versammelten sich am Samstag vor Rennbeginn zahlreiche ehemalige und aktuelle Teammitglieder zu einem gemeinsamen Gruppenfoto. Zwar war FH Köln Motorsport an diesem besonderen Wochenende beim 24h-Rennen nicht am Start, dennoch waren wir im gesamten Fahrerlager bei verschiedensten Teams vertreten.

    Egal ob Werksteams in der VLN, DTM oder ADAC GT Masters: unsere Truppe ist in der Motorsportwelt angekommen. Das ´Klassentreffen´ im Rahmen des 24h-Rennens verdeutlicht, dass das Konzept von FH Köln Motorsport e.V. aufgeht und unsere ehemaligen Mitglieder nach ihrer Studienzeit schnell in anderen Teams Fuß fassen konnten. Die Förderung angehender Ingenieure durch die praxisnahe Arbeit in unserer Werkstatt oder an der Rennstrecke hat vielen ehemaligen Teammitgliedern den Weg in den Motorsport oder zu großen Automobilherstellern geebnet. Seit nun 10 Jahren ermöglicht es FH Köln Motorsport Studenten der Technischen Hochschule erste Motorsporterfahrung zu sammeln und das erlernte Wissen aus dem Studium praktisch anzuwenden. Durch diese einmalige Verknüpfung ist unser Team das Sprungbrett in den professionellen Motorsport.

    Als vor nun mehr als 10 Jahren die Idee aufkam, ein Motorsportteam an der FH Köln zu gründen, hätte keiner damit gerechnet, dass dieses rein studentische Team eine derartige Erfolgsgeschichte schreiben wird. Durch die Zusammenarbeit mit Honda, Ford und Audi entwickelte sich unser Team schnell zum Vorzeigeteam und Imagebuilder. Hierbei gelang es uns immer wieder unser Potential zu beweisen. Die Vizemeisterschaft im hart umkämpften Honda Civic Cup, mehrfache Klassensiege beim 24h-Rennen und in den Jahren 2010 und 2011 das Team mit den meisten Klassensiegen in der SP4T stellen nur einige wenige Erfolge dar. Pünktlich zum 10- jährigen Jubiläum trat für diese Saison durch die Zusammenarbeit mit dem Wochenspiegel Team Manthey und dem Einsatz eines Porsche Cayman GT 4 Clubsport in der VLN Langstreckenmeisterschaft unser persönliches Highlight ein. Die Arbeit unseres Teams innerhalb der letzten 10 Jahren trägt Früchte und darauf können wir sehr stolz sein.

    Wir sind gespannt, wohin uns die nächsten 10 Jahre führen werden. Langweilig wird es definitiv nicht!

  • „Aus Barfuß wird Lackschuh“- Souveräne Vorstellung von FH Köln Motorsport e.V. beim 3. VLN-Lauf

    „Aus Barfuß wird Lackschuh“- Souveräne Vorstellung von FH Köln Motorsport e.V. beim 3. VLN-Lauf

    Mit veränderter Fahrerbesetzung und neuem Set-Up bestritt unser Team den 3. Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring am Pfingstsamstag und beendete das Rennen durch eine souveräne Leistung auf dem 2. Platz in der Klasse der SPX.

    „Aus Barfuß wird Lackschuh.“ Die Worte Georg Weiss´ zur Entwicklung des Porsche Cayman GT4 Clubsport sprechen eine eindeutige Sprache. Mit Konstanz und Zuverlässigkeit begeisterte die Performance des Fahrzeugs, das von FH Köln Motorsport e.V. gemeinsam mit dem Wochenspiegel Team Manthey (WTM-Racing) eingesetzt wird. Sowohl Team als auch Fahrer zeigen sich begeistert: „Das Auto macht wirklich Spaß.“

    Neben einigen Änderungen am Fahrwerk des Porsche Cayman GT4 Clubsport gab es am Wochenende jedoch eine weitere Neuigkeit. Zum ersten Mal teilte sich René Offermann das Cockpit mit Georg Weiss und Oliver Kainz. René Offermann, der die Rennen zuvor auf einem seriennahen Porsche Cayman in der V-Klasse bestritt, gewöhnte sich sehr schnell an den GT4 Clubsport und zeigte dies in Form von konstant schnellen Rundenzeiten.

    Das Resultat bestätigt den Erfolg des Wochenendes auch in Zahlen: Auf dem zweiten Platz in der Klasse der SPX beendet unser Team das Rennen knapp vor dem Schwesterauto aus dem Hause Manthey-Racing. „Es freut mich sehr, dass sich unsere Arbeit in den letzten Wochen und die Veränderungen am Fahrzeug, vor allem am Fahrwerk Set-up, gelohnt hat“, so Marco Linden, Chefmechaniker von FH Köln Motorsport. Bereits im Qualifying am Samstagvormittag zeichnete sich ab, was sich später bestätigte. Die Weiterentwicklung des Fahrwerks unterstützt das besondere Fahrverhalten des Mittelmotorfahrzeugs und ermöglicht konstante, schnelle Rundenzeiten.

    Zwar wird das bevorstehende 24h-Rennen ohne FH Köln Motorsport und den Porsche Cayman GT4 Clubsport stattfinden, wir freuen uns jedoch schon auf den 4. Lauf am 25. Juni 2016, bei dem wir gemeinsam mit WTM-Racing erneut an den Start gehen werden.